U14 weiblich ist Süddeutscher Meister 

Teamspirit ist Erfolgsgarant

Seinen eigenen hohen Ansprüchen wurde die weibliche U14 des TSV Gärtringen bei der süddeutschen Meisterschaft gerecht und holte sich den vierten Titel in Folge in dieser Altersklasse, wobei es dabei mehrfach sehr eng wurde, das Team aber bravurös die Nerven behielt.

Am Vorrundentag am Samstag musste das TSV-Team noch auf ihre Mannschaftsführerin Kim Niemann verzichten, die mit ihrer Schulklasse noch auf Gletscherexkursion im Ötztal unterwegs war. Gegen den Landesrivalen TSV Calw lies sich das Team aber davon zunächst nicht beirren und holte sich den ersten Satz über die Zwischenstände 5:2und 8:4 sicher mit 11:7. Dabei machte vor allem Hannah Suhleder im Angriff mächtig Druck auf den Gegner und Zweitschlägerin Julia Kindler machte aus drei Angriffen drei Punkte. Und auch der zweite Satz schien bis zu den Zwischenständen von 5:4 und 10:8 nach einem TSV-Sieg auszusehen. Calw wehrte aber jetzt besser ab und ging beim 10:11 in Führung. Gärtringen wehrte jedoch drei Satzbälle ab und holte sich den Sieg mit einem glücklichen 15:14.
Und auch im zweiten Vorrundenspiel gegen den TV Segnitz lief zunächst alles nach Plan. Aus einer stabilen Abwehr mit Sara Grözinger und Anna-Lena Stephan und einem guten Zuspiel von Ann-Kathrin Motteler holte sich der TSV den ersten Satz sicher mit 11:7, da vor allem der Angriff mit der Angabe meist zu direkten Punkten kam. Im zweiten Satz führte der TSV bereits wieder mit 3:1 machte dann aber vier Eigenfehler in Folge und brachte den Gegner so wieder ins Spiel zurück, der die weiteren Geschenke gerne annahm und über 3:5 und 4:7 zu einem 8:11 kam und so den satzausgleich schaffte. Der entscheidende dritte Satz war dann bis zum Stand von 6:6 offen, Gärtringen verschaffte sich dann leichte Vorteile und sah beim Stand von 10:7 schon fast wie der Sieger aus. Danach fehlte dem Gäu-Team dann aber doch Cleverness und Ruhe und so drehte der Gegner aus der Nähe von Würzburg das Spiel und holte sich den Sieg mit 10:12. Somit war der TSV am Ende des Tages Gruppen-Zweiter und hatte die direkte Qualifikation fürs Halbfinale in der vermeintlich leichteren Gruppe verpasst. In der starken Parallelgruppe hatten sich die vier Teams ein sehr ausgeglichenen Wettkampf geliefert bei dem der TV Hohenklingen auf der Strecke blieb.

Start in den zweiten Tag mit Regenguss

Am Sonntag war dann die Mannschaftsführerin wieder dabei auch wenn leicht angeschlagen, dafür musste Anna-Lena Stephan wegen einer anderweitigen Veranstaltung passen. Am Sonntagmorgen ging es für den TSV dann nach einem Regenguss gegen den TSV Staffelstein und es entwickelte sich ein Angabenspiel, wobei sich der TSV im ersten Satz drei Eigenfehler leiste und somit der Satz mit 7:11 verloren ging. Im zweiten Satz wurden die Positionen getauscht und Kim Niemann wechselte auf die Zuspielposition. Beim Gegner schlichen sich erste Fehler ein und Hannah Suhleder machte mit jeder Angabe einen direkten Punkt und so ging der zweite Satz über die Zwischenstände 4:2, 7:4 und 10:6 mit 11:8 an den TSV. Im dritten Satz agierte der Gegner dann aber zunächst fehlerlos und zwang den TSV beim Stand von 6:8 zu einer Auszeit. Beim Stand von 7:10 drohte dem TSV das frühzeitige Aus und auf nassem Rasen hatten wohl nur noch die wenigsten Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende. Die Blau-Weißen steckten aber nicht auf, wehrten vier Matchbälle ab und verwandelten selbst ihren zweiten im Gegenzug mit 14:12. Wieder einmal hatte das Team ein fast schon verloren geglaubtes Spiel durch ihren unbändigen Siegeswillen und ihr „wir sind ein Team“-Gedanke gedreht.
Im Halbfinale traf man dann auf den Gruppensieger Energie Görlitz, den man am Vortag als sehr kompakte Einheit gesehen hatte. Gärtringen nutzte im ersten Satz den Vorteil bereits gespielt zu haben und ging mit 6:3 in Führung und ließ sich danach vom stärker werdenden Gegner nicht mehr beirren und holte sich den ersten Satz mit 11:9. Und im zweiten Satz war nochmals Nervenstärk gefragt. Das Team aus Sachsen war beim Stand von 7:10 kurz vor dem Satzausgleich, Gärtringen wollte dies aber mit allen Kräften verhindern und ging beim Stand von 12:11 erstmals in Führung und holte sich den Satz letztlich glücklich mit 15:14 und somit den Einzug ins Endspiel. Damit war das erklärte Ziel die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft Anfang September in Kellinghusen erreicht.

Im Endspiel traf das TSV-Team vor über 300 Zuschauern dann auf den ASV Veitsbronn, den bayerischen Meister. Nach einem Zwischenstand von 5:5 setzte sich das druckvollere Spiel des TSV zusehends durch und so holte der TSV den ersten Satz mit 11:8. Eine leichte Schwächephase zur Mitte des zweiten Satzes (6:6) brachte den Gegner dann aber die erste kleine 6:9-Führung. Gärtringen kämpfte sich ins Spiel zurück und Sara Grözinger und Ann-Kathrin Motteler kratzen aus der Abwehr jeden Ball heraus und so war beim 9:9 der Ausgleich geschafft. Veitsbronn hatte danach zwei Mal die Chance zum Satzausgleich, Gärtringen ging beim Stand von 12:11 wieder in Führung, konnte aber auch noch den Schlusspunkt setzen. Nach einem weiteren Satzball des Gegners (12:13) macht der TSV aber mit seiner Nervenstärke drei Punkte in Folge zum vielumjubelten 15:13-Erfolg. Mit diesem Erfolg hat die Mannschaft den vierten Titel als Süddeutscher Meister in dieser Altersklasse in Folge geholt und fährt mit viel Selbstvertrauen zur deutschen Meisterschaft Anfang September nach Schleswig-Holstein. Das Trainerduo Tanja Rebmann und Uli Niemann waren sich danach auch einig: „Wir waren am Sonntag bereits im ersten Spiel schon so gut wie draußen. Durch ihren Siegeswillen und ihre mannschaftliche Geschlossenheit hat sich das Team aber nie aufgegeben und sich so wieder zurück gekämpft. Wir haben in unserem Team keinen Schwachpunkt und mit Hannah und Kim ein Angriffsduo was blendend harmoniert. Aber der Garant ist sicherlich der Teamspirit.“

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