Zweitligadamen sichern Klassenerhalt auf der Ziellinie 

Nichts für schwache Nerven war das Saisonfinale in der zweiten Bundesliga Süd, bei dem der TSV Gärtringen gerade noch den Abstieg verhindern konnte. Gegen den TuS Freiberg und den TSV Ötisheim gab es zwei knappe 3:2-Erfolge.

Mannschaftsführerin Carola Krug stellt TSV Angreiferin Katharina SchippertMannschaftsführerin Carola Krug stellt TSV Angreiferin Katharina SchippertIm ersten Spiel des Tages sorgte der TuS Freiberg gegen den gastgebenden TSV Ötisheim für klare Verhältnisse und befreite sich mit dem 3:1-Erfolg selbst aus der Abstiegszone, da man mit diesem Sieg von Gärtringen und Ötisheim nicht mehr eingeholt werden konnte. Einzig im dritten Satz konnte der TSV Ötisheim mithalten und gewann denkbar knapp mit 15:14.

Somit war für den TSV klar, dass man die beiden nächsten Spiele unbedingt gewinnen musste um die Klasse zu halten. Dementsprechend motiviert begannen die Blau-Weißen gegen den TuS Freiberg. Im ersten Satz konnte sich bis zum 7:7 kein Team entscheidend absetzen, danach gelangen dem TSV aber die entscheidenden Punkte zum 11:8-Satzgewinn. Im zweiten Satz setzte zu Beginn Malena Heidelbauer auf der gegnerischen Seite die Akzente und sorgte so für eine komfortable 2:6-Führung, die sich das Team bis zum Satzende bei 7:11 nicht mehr nehmen ließ. Im dritten Satz konnte das Team um Mannschaftsführerin Carola Krug einen 6:3-Rückstand wieder ausgleichen und machte nach einem 8:9, die drei entscheidenden Punkte zum knappen 11:9-Satzgewinn. Im vierten Satz führten die Blau-Weißen mit 8:6, TuS-Trainer Kurt Schöck nahm eine Auszeit und fand die richtigen Worte und sein Team drehte den Satz noch zu einem 9:11-Erfolg und damit zum 2:2-Satzausgleich. Im entscheidenden fünften Satz wurde beim Stand von 4:6 letztmals die Seiten gewechselt und beim Stand von 7:9 nahm Spielertrainer Nicky Heldmaier nochmals eine Auszeit. Mit vier Punkten in Folge sorgte der TSV für den knappen 11:9-Erfolg und hatte sich so gerade noch in den Kampf um den Klassenerhalt zurück gebracht. Bei einer Niederlage im ersten Spiel wäre man auf Schützenhilfe beim Parallelspieltag angewiesen gewesen, da man vermutlich aufgrund des Satzverhältnisses abgestiegen wäre. Durch den Sieg im ersten Spiel konnten die Blau-Weißen aber den Klassenerhalt wieder aus eigener Kraft schaffen, durch einen Sieg gegen den TSV Ötisheim.

Zwischen gut und grottenschlecht

Im ersten Satz hatte der Gastgeber den besseren Start beim 1:4. Gärtringen kam zwar nochmals nahe (6:7) konnte den Satzverlust beim 6:11 aber nicht verhindern. Der zweite Satz war bis zum Stand von 6:5 ausgeglichen und beim Stand von 6:9 drohte der 0:2-Satzrückstand. Gärtringen mobilisierte in der Auszeit aber nochmals alle Kräfte, spielte danach fehlerfrei und sorgte mit fünf Punkten in Folge für den wichtigen Satzausgleich beim 11:9.  Das Gäuteam machte im dritten Satz dann nahtlos weiter und so wurde über die Zwischenstände von 6:2 und 7:4 der Satz sicher mit 11:5 gewonnen. Im vierten Satz hatte das Team dann aber wieder in der Satzmitte eine schwächere Phase und so machte das Team aus der Nähe von Maulbronn aus einem 4:4 eine 5:10-Führung und holte sich den Satz mit 7:11. Somit musste der fünfte Satz die Entscheidung über Abstieg oder Klassenerhalt bringen. Die erfahrenen Frauen des TSV agierten hochkonzentriert und führten bereits deutlich mit 7:2. Der kampfstarke Gegner gab aber nicht auf und war beim Stand von 10:9 wieder dran. Danach machte aber der TSV den alles entscheidenden Punkt zum 11:9. Nach zehn nervenaufreibenden und kräftezehrenden Sätzen in Folge fehlte am Ende die Kraft um noch in großen Jubelarien den Klassenerhalt zu feiern. Hauptangreiferin Katharina Schippert meinte am Ende des Tages: „Zwischen ganz gut und grottenschlecht war heute wieder alles dabei.“ Mit den Siegen drei und vier in dieser Saison, hat das Zweitligateam, somit gerade noch den direkten Abstieg verhindert. Mit 8:24 Punkten hatte man den TSV Schwieberdingen, der  am letzten Spieltag ohne Punkte blieb gegen Eibach und Segnitz, und den TSV Ötisheim mit jeweils 6:26 Punkten hinter sich gelassen.

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