Zweitligafrauen schaffen Klassenerhalt

Beim letzten Zweitliga-Spieltag konnte der TSV Gärtringen zwar keine Punkte holen, und verlor beide Spiele knapp, schaffte aber dennoch den Klassenerhalt da der Konkurrent aus Veitsbronn ebenfalls Punkte abgeben musste beim Parallelspieltag.

Am frühen Sonntagmorgen ging es für die Spielerinnen des TSV Gärtringen an die Grenze nach Österreich im oberbayrischen Burghausen, bei wesentlich kühleren Temperaturen als bei der Abfahrt. Der Spieltag war geprägt von fehlenden Spielerinnen, da alle Teams auf ihre etatmäßigen Angreiferinnen verzichten mussten, was auf Gärtringer und Segnitzer Seite vor allem an den Regionalmeisterschaften der weiblichen U18 lag. Im ersten Spiel verlor dann auch gleich der bisher noch ungeschlagene Tabellenführer TV Segnitz überraschend sein erstes Saisonspiel gegen den Gastgeber knapp mit 2:3. Danach ging es für den Tabellenführer gegen den TSV Gärtringer und das Gäuteam fand gut ins Spiel durch die umsichtige Nicky Heldmaier die im Zuspiel ihre ganze Routine ausspielte. Über 7:2 und 8:5 holte sich der TSV den ersten Satz recht sicher mit 11:6, da vor allem der Gegner aus der Angabe viele Eigenfehler machte. Im zweiten Satz wendete sich aber das Blatt und nach 4:4 machte der Gegner vier Punkte in Folge  zur Vorentscheidung in diesem Satz, der mit 7:11 an die Mainfranken ging. Zu Beginn des dritten Satzes führte Segnitz bereits mit 0:5 eher das Gäuteam aufwachte und nach 3:7 eine Aufholjagd startete und den Satz noch beeindruckend 11:8 gewann. Im vierten Satz konnte sich dann kein Team absetzen und bis zum Stand von 10:10 war alles offen. Der TSV schaffte es aber nicht den Sack zuzumachen und so schaffte der Gegner mit 10:12 wieder den Satzausgleich. Im fünften Satz führte der TSV bereits mit 7:3 um danach noch völlig einzubrechen und nach acht Punkten des Gegners bzw. Fehlern des TSV den Satz noch mit 7:11 zu verlieren und damit das Spiel mit 2:3. Trainerin Uli Niemann war danach auch bedient: „In manchen Mannschaftsteilen war der unbedingte Siegeswille nicht erkennbar. Ein Sonderlob geht aber an Nicky Heldmaier und auch phasenweise Michelle Schneider, die viel Druck mit ihrer Angabe gemacht hat. In dieser Konstellation wäre heute in Stammbesetzung ganz sicher ein Sieg drin gewesen.“

Direkt im Anschluss ging es gegen den Gastgeber SV Wacker Burghausen und die beiden ersten Sätze verliefen sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass der erste mit 8:11 an den Gastgeber ging und der zweite ebenfalls knapp mit 11:9 an das Gäuteam. Im dritten Satz konnte sich die Oberbayerinnen früh absetzen und gewannen klar mit 11:5. Im vierten Satz hatte der TSV bereits schon vier Satzbälle beim Stand von 10:6, schaffte es aber nicht, daraus Kapital zu schlagen und verlor noch mit 11:13 und somit das Spiel mit 1:3-Sätzen. Trainerin Uli Niemann: „Am Ende hat uns einfach die Kraft gefehlt und man hat gemerkt, dass wir in dieser Formation noch nicht einmal zusammen trainiert haben, da haben einfach die Laufwege nicht gepasst.“

Mit drei gewonnen Sätzen an diesem Tag hatte man sich aber gegenüber Veitsbronn ein wichtiges Polster geschaffen, damit dieser den TSV nicht noch abfangen kann. Veitsbronn hätte beide Partien in Stammheim mit 3:0 gewinnen müssen, was ihnen jedoch nicht gelang, da man gleich zum Auftakt gegen den Gastgeber mit 1:3 verlor. Somit beendet der TSV die Saison mit 8:24 Punkten auf Platz sieben und spielt auch in der nächsten Saison wieder in der zweiten Bundesliga, vorausgesetzt, dass zumindest einer der beiden Erstplatzierten Tannheim und Segnitz den Sprung in die erste Liga schaffen, wobei die Südliga gegenüber der Westliga eher als deutlich stärker eingeschätzt wird.

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