U16 weiblich holt Platz 7 auf DM

Mit einem guten siebten Platz bei der deutschen Meisterschaft der weiblichen U16 in Wangersen erreichte der TSV Gärtringen zumindest sein Minimalziel, dabei scheiterte das Team im Viertelfinale nach hartem Kampf am TSV Bayer 04 Leverkusen, der am Ende Dritter wurde.

Etwas holprig startete der TSV in seine Auftaktpartie am Samstag gegen den TSV Breitenberg, wobei man bis zum Stand von 7:6 noch stets in Front lag. Danach häuften sich aber die Eigenfehler und der erste Satz ging mit 8:11 an den Meister aus Schleswig-Holstein. Im zweiten Satz rückte der TSV aber das Ergebnis wieder zurecht und holte sich das verdiente Unentschieden über die Zwischenstände 5:0 und 8:2 sicher mit 11:5. Durch diesen nicht einkalkulierten Punktverlust war der TSV in den beiden nächsten Spielen gegen die Underdogs gefordert, etwas fürs Ballverhältnis zu tun. Gegen den Meister aus Bremen, den TSV Borgfeld, gelang dieses beim 11:1 und 11:2 auch sehr eindrucksvoll und Zuspielerin Julia Motteler legte ihren beiden Angreiferinnen immer wieder viele Schusszuspiele auf. Und auch gegen den Vizemeister aus Sachsen, den SV Walddorf, hatte der TSV wenig Mühe beim klaren 11:5 und 11:5-Erfolg. In diesen beiden Spielen gab es viele Wechselmöglichkeiten und so kamen auch Laura Pudschies und Larissa Skodler zu ihren ersten Einsätzen bei dieser Meisterschaft. Danach warteten aber noch zwei Hochkaräter auf den TSV. Gegen den Ahlhorner SV konnte sich zunächst kein Team absetzen und die Führung wechselte gleich mehrfach, am Ende hatte der Gegner das glücklichere Ende auf seiner Seite beim 11:13. Im zweiten Satz hatte der TSV dann den besseren Start und ging mit 4:2 und 7:4 in Führung und ließ sich bis zum Satzende von 7:11 das Unentschieden nicht mehr nehmen. Vor dem letzten Gruppenspiel war dann rechnen angesagt, da die vorderen vier Teams sehr eng beieinander lagen. Bei einer Niederlage wäre der TSV Gruppenvierter gewesen, bei einem Sieg Gruppenerster und bei einem Unentschieden wären alle vier Teams (Gärtringen, Breitenberg, Ahlhorn, Herrnwahlthann) mit 7:3 punktgleich gewesen und somit hätte das Ballverhältnis über die Platzierungen und das Weiterkommen entscheiden müssen.

Der TSV begann gegen den bayerischen Meister TV Herrnwahlthann nach zwei Eigenfehlern aber bärenstark und machte nach einem 2:2 ein 11:2 und holte sich den ersten Satz. Die gegnerische Angreiferin fand in der starken Defensive mit Sara Grözinger und Ann-Kathrin Motteler einfach keine Lücke und so wurde auch der zweite Satz deutlich mit 11:6 gewonnen. Somit war der angestrebte Gruppensieg und der direkte Einzug ins Viertelfinale im 24er-Feld geschafft, das am Sonntagmorgen ausgetragen wurde.

Die Vorrundengruppeneinteilung, die zwei sehr starke Gruppen und zwei eher leichte Gruppen gebracht hatte, bescherte dem TSV aber mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen den Vizemeister der vergangenen Hallenrunde und somit das vermeintlich schwerste Los aller Gruppensieger. Zuvor hatte Leverkusen im Achtelfinale den SV Energie Görlitz ausgeschaltet.

Aber der TSV war hochmotiviert und bestens eingestellt von seinem Trainertrio Uli Niemann, Andreas Trinkaus und Nils Niemann und ging mit 7:3 in Führung und zwang den Gegner so zur Auszeit. Aber das Team um Angabenschlägerin Hannah Suhleder, die viele direkte Punkte machte, ließ sich nicht beirren und punktete bei noch nassem Rasen zum 11:7-Satzgewinn. Und auch zu Beginn des zweiten Satz führte der TSV mit 4:2, ehe der Druck auf Gärtringer Seite etwas nachließ und so der Gegner bis zum 7:8 wieder im Spiel war und Gärtringen die Auszeit nahm. Beim Stand von 10:9 und 11:10 hatte der TSV zwei Matchbälle die nicht genutzt werden konnten und so hatte die Werkself am Ende die Nase knapp vorne beim 12:14. Zu Beginn des Entscheidungssatzes führte der TSV bereits mit 5:3 und eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters verhinderte die 6:3-Führung. Bei 6:4 wurden dann die Seiten letztmals gewechselt. Beide Teams zeigten danach Nerven und die Eigenfehlerquote wurde höher. Gärtringen blieb jedoch in Führung bis zum 9:7. Danach machte aber der Gegner vier Punkte in Folge und holte sich den Einzug ins Halbfinale denkbar knapp mit 9:11. Somit war nur noch die Plätze 5 bis 8 machbar und nicht mehr die erträumte Medaille.
Auf Gärtringer Seite war die Enttäuschung nach der verpassten Chance riesengroß und das Trainertrio hatte Mühe, das Team vor dem nächsten Spiel gegen den Ahlhorner SV wieder aufzurichten. Dies gelang aber nicht bei allen Spielerinnen und so kam Mitte des ersten Satzes Julia Kindler in der Abwehr zum Einsatz, nachdem sie bereits am Samstag immer wieder zum Einsatz gekommen war. Mit 5:11 und 4:11 schaffte es das Team aber nicht, sich aus dem Stimmungstief zu befreien, wobei auch die gegnerische Schlägerin fast fehlerfrei spielte und für viel Druck sorgte, dem der TSV durch viele Eigenfehler nichts entgegenzusetzen hatte. Somit spielte man im Spiel um Platz sieben wiederum gegen den TSV Breitenberg. Inzwischen hatte sich das Team wieder gesammelt und wollte das Turnier mit einem Sieg beenden. Im ersten Satz drehte der TSV einen 4:5-Rückstand in eine 7:4-Führung und holte sich den ersten Satz mit 11:8 recht sicher, da vor allem Kim Niemann mit viel Übersicht ihre Gegnerinnen immer wieder ins Leere laufen ließ. Im zweiten Satz begann der TSV mit einer Fehlerserie (0:3) und auch danach schlichen sich immer wieder Fehler ein und so ging der Satz mit 9:11 verloren. Im dritten Satz ließ der TSV dann aber nichts mehr anbrennen und beide Angreiferinnen des TSV agierten nun wieder fehlerlos und so wurde der Satz deutlich mit 11:4 gewonnen, nachdem der Gegner beim Stand von 5:0 seine Auszeit genommen hatte. Am Ende wurde der TSV somit Siebter im 24er-Feld und war nach den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Abteilungsleiter Olaf Niemann und die vielen mitgereisten Fans waren sich danach auch einig: „Das Team hat klasse Leistungen gezeigt, wenn man von dem einen Spiel gegen Ahlhorner absieht, dies ist aber nach der sehr knappen Niederlage teilweise verständlich. Unerklärlich waren jedoch die Schiedsrichterleistungen über das ganze Wochenende und die Zusammensetzung der Vorrundengruppen, die bereits in der Vorrunde zum Aufeinandertreffen der Halbfinalisten der Hallenrunde gesorgt hatte.“

 

 

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