U16 weiblich nach hartem Kampf Württembergischer Meister

Als Favorit ging der TSV Gärtringen in die Titelkämpfe der weiblichen U16 in Vaihingen/Enz und hatte dabei mehr Mühe als zuvor gedacht, um am Ende doch noch als Württembergischer Meister hervorzugehen, auch wenn es über weite Phasen nicht danach ausgesehen hatte.

Bis es soweit war, musste das Team um Betreuer Andreas Trinkaus jedoch einige schwierige Phasen überstehen, da man nach dem überraschenden Erfolg in der Woche zuvor bei der U18 zu Beginn noch nicht die richtige Einstellung fand. Eine viel zu hohe Eigenfehlerquote und nervöses Spiel zum Auftakt gegen den TV Hohenklingen sorgte für ein 1:1-Unentschieden, wobei man den ersten Satz knapper gewann mit 12:10 als den zweiten mit 7:11 verlor. Nach dem ersten Satz kam Marie Kleiter für Sarah Burkhardt, bei der eine schmerzhafte Knieprellung einen weiteren Einsatz verhinderte. Neben der eigenen Schwäche war es vor allem Hannah Störkle, die auf der gegnerischen Seite immer wieder die Akzente setzte. Somit war der Gruppensieg schon in weite Ferne gerückt, obwohl zuerst der TSV Gärtringen mit 11:6 und 11:2, aber anschließend auch der TV Hohenklingen gegen den TV Obernhausen deutlich gewannen. Durch den schlechteren direkten Vergleich wurde das TSV-Team somit Gruppenzweiter und traf auf den anderen Gruppensieger TSV Dennach im Halbfinale. Der Gegner fand zu Beginn prächtig ins Spiel und holte sich den ersten Satz durch tatkräftige Unterstützung der Gärtringer Spielerinnen mit 5:11. Nach einer Standpauke vom Trainer kamen die Blau-Weißen im zweiten Satz besser ins Spiel und schafften mit 11:7 den Satzausgleich. Somit musste der dritte Satz die Entscheidung über den Finaleinzug und der damit verbundenen sicheren Teilnahme an der deutschen Meisterschaft dieser Altersklasse in Hohenlockstedt in Schleswig-Holstein am letzten September-Wochenende bringen. Nun spielte der TSV wesentlich fokussierter und ging gleich zu Beginn in Führung und ließ sich nun von seinem erklärten Ziel nicht mehr abbringen. Über 8:3 und 9:6 holte sich das Team mit 11:9 den 2-:1-Sieg, wobei der Gegner immer wieder bis auf einen Punkt heran kam.

Im Endspiel traf der TSV dann auf den alten Bekannten, den TSV Calw, dem man bereits in der Vorwoche im Finale gegenüberstand, wobei auf Gärtringer Seite altersbedingt nur eine Spielerin nicht mehr dabei war, auf Calwer Seite aber gleich drei Spierinnen bei der U16 nicht mehr spielen durften. Und in diesem Finale fand das Gäuteam dann auch zu seiner eigenen Leistungsstärke zurück und spielte nun auf einem sehr hohen Niveau und fast ohne Eigenfehler. Die Abwehr mit Sara Grözinger und Ann-Kathrin Motteler ließ nun nichts mehr anbrennen. Nach dem 11:7 im ersten Satz hatte es das Team um Mannschaftsführerin Kim Niemann und Angabenschlägerin Hannah Suhleder dann sehr eilig. Bis zum Endstand von 11:3 konnten sie jetzt nach Belieben punkten. Den dritten Platz sicherte sich der TSV Hohenklingen gegen den TSV Dennach, der nach der knappen Niederlage im Halbfinale nicht mehr in die Spur fand. Mit diesem Erfolg hat sich das derzeitige Aushängeschild des TSV Gärtringen einen weiteren Titel hart erarbeitet. In den kommenden zehn Monaten muss das Team jedoch nun ohne seine Angabenschlägerin auskommen, da diese für ein Stipendium nach Amerika reist.

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