Frauenteams sichern Klassenerhalt

Auch im nächsten Jahr sind beide Bundesligateams des TSV Gärtringen weiter in der Bundeliga vertreten. Das Erstligateam hat durch den klaren 3:0-Sieg gegen Unterhaugstett den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft. Gärtringen zwei hingegen profitiert vom Parallelspieltag.

Mannschaftsführerin Heldmaier legt ihrem Angriff vorDas Erstligateam konnte beim Spieltag in Calw zunächst die Gegner im ersten Spiel studieren, als der Gastgeber klar mit 3:0 gegen den TV Unterhaugstett gewonnen hatte. Die Blau-Weißen benötigten zu Beginn des zweiten Spieles gegen Unterhaugstett dann aber etwas Anlaufphase, da nach einer 4:2-Führung der Gegner besser ins Spiel kam und mit 5:7 in Führung ging. Danach besann sich das Team um Zuspielerin Nicky Heldmaier auf seine Stärken und holte den ersten Satz mit 11:8. Im zweiten Satz hatte sich die Gärtringer Abwehr mit Yvonne Hornikel und Jessica Schneider auf die Angriffe des Gegners eingestellt und so holte sich das TSV-Team den Satz über die Zwischenstände von 6:1 und 10:3 mit 11:6 recht deutlich. Und auch im dritten Satz punktete der TSV-Angriff mit Danijela Vasic und Katharina Schippert bis zum Zwischenstand von 6:2. Danach kam das junge Team der Rubo-Negroes aber besser ins Spiel, konnte aber den Satzgewinn der Gärtringer beim 11:9 nicht mehr verhindern. Mit diesem 3:0-Erfolg war die Klasse nun endgültig gesichert, da sie nun auch rechnerisch nicht mehr einholbar sind, von den beiden Teams (Bretten und Unterhaugstett) auf den Abstiegsrängen. Allerdings könnte einer der beiden noch am grünen Tisch den Klassenerhalt schaffen, da der Faustball-Dino Niedernhall seinen Rückzug aus der Bundesliga in Betracht zieht. Somit war auf Gärtringer Seite die Anspannung gegen den TSV Calw auch weg, zumal der Gegner die DM-Teilnahme fest im Visier hat. Im Zuspiel ersetzte Chrissi Oberkersch Mannschaftsführerin Nicky Heldmaier. Calw kam besser ins Spiel und führte bereits mit 1:8. Mehr als Ergebniskosmetik gab es danach nicht mehr beim 7:11. Und auch im zweiten Satz ging es schnell – nach 2:3 hieß es plötzlich 2:11. Im dritten Satz machte das Angriffsduo dann zusammen acht Angabenfehler und der Gegner musste praktisch nichts dazu beitragen zum 0:11-Debakel. Heldmaier: „ Nach dem wichtigen ersten Sieg gegen Unterhaugstett waren wir gegen Calw mental überhaupt nicht mehr auf dem Platz. Wichtig war, dass wir heute bereits den Klassenerhalt geschafft haben, da wir nächste Woche auf Katha verzichten müssen.“

Trainerin Niemann stellt ihr Team frisch einBereits ihren letzten Saisonspieltag hatten die Zweitligafrauen des TSV in heimischer Halle. Um den Klassenerhalt sicher zu haben, musste man selbst ein Spiel gewinnen oder auf mindestens eine Niederlage des TV Böblingen hoffen. Dementsprechend motiviert ging der TSV in die Auftaktpartie gegen den Tabellenvierten TuS Freiberg. Bis zum Stand von 5:6 konnte sich zunächst kein Team absetzen. Gärtringen machte danach aber mit Friederike Armbruster und Jutta Zechling zwei Dreier-Serien und holte sich so den ersten Satz knapp mit 11:9. Zu Beginn des zweiten Satzes stand die Abwehr mit Sabrina Schmid und Chrissi Scheufele sehr sicher und Carola Krug bediente ihre Angreifer mit tollen Zuspielen und so ging der TSV mit 4:0 in Führung und zwang den Gegner zu einer frühen Auszeit. Gärtringen machte aber weiter und führte mit 7:0 ehe der Gegner besser ins Spiel kam bis zum 7:4. Nun nahm Trainerin Uli Niemann ihre Auszeit und danach war der Satzgewinn beim 11:6 reine Formsache. Bis dahin hatte der TSV den Gegner recht gut im Griff, verlor aber danach völlig die Linie. Auf Gärtringer Seite wechselten nun Licht und Schatten stark ab und so kam Freiberg über 2:5 und 5:7 mit 6:11 zum Satzanschluss. Trainerin Niemann brachte mit Franziska Stahl in der Abwehr und Michelle Paffrath frische Kräfte ins Spiel, die den vierten Satz dann bis zum Stand von 6:7 offen hielten. Dennoch schaffte Freiberg mit der gut aufgelegten Malena Heidelbauer im Angriff den Satzausgleich mit 8:11. Im entscheidenden fünften Satz wechselte die Führung dann gleich mehrfach und beim Stand von 9:9 macht die gegnerische Angreiferin den Unterschied aus und machte mit zwei Punkten die Gärtringer Niederlage mit 9:11 perfekt. Im zweiten Spiel verkaufte sich der TuS Freiberg gegen den Tabellenzweiten TV Eibach teuer und verlor in einem knappen Match mit 1:3. Inzwischen hatte man in Gärtringen von der knappen 2:3 Niederlage des TV Böblingen erfahren, womit der Klassenerhalt schon sicher war. Trainerin Uli Niemann nutzte somit die Möglichkeit den Ersatzspielerinnen eine Chance zu geben, aber der TV Eibach war an diesem Tag eine Nummer zu groß für den TSV. Der erste Satz ging über 0:5 und 2:10 mit 5:11 an die Gäste. Und auch im zweiten Satz lag man bereits mit 3:7 im Hintertreffen und die Auszeit zeigte keine wesentliche Änderung bis zum Endstand von 6:11. Im dritten Satz kam dann die erst fünfzehnjährige Jugendspielerin Isabell Schuller zum Einsatz, aber auch sie konnte beim 3:11 nichts ausrichten und so ging das Spiel mit 0:3 verloren. Dennoch hat der TSV denn Klassenerhalt geschafft und liegt am Ende auf Platz sieben der Tabelle. Vermutlich wird aber auch noch der TV Böblingen in der Liga bleiben, da der TuS Freiberg seine Mannschaft zurückziehen wird und die Spielerinnen zum TSV Schwieberdingen wechseln.Trainer Niemann: "Hätten wir immer so wie heute gespielt, wäre der Abstieg kein Thema gewesen"

Schwabenliga-Herren ohne Happy-End

Kein Happy-End gab es für die Schwabenliga-Herren des TSV, auch wenn sie zum Saisonabschluss nochmals zwei Siege holten. Im ersten Spiel des Tages gewann der TSV Gärtringen gegen den TV Heuchlingen die ersten beiden Sätze recht deutlich mit 11:7 und 11:2. Im dritten Satz ließ man den Gegner dann ins Spiel kommen und dieser verkürzte mit einem 12:14. Danach spielte der TSV aber wieder konsequenter und der Satz ging mit 11:6 an die Blau-Weißen und so auch das Spiel mit 3:1 an den TSV. Gegen den NLV Vaihingen machte man zu Beginn so weiter und führte mit 6:2 ehe der Gegner eine Auszeit nahm. Der TSV-Angriff spielte danach die Angriffe nicht mehr so konzentriert zu Ende und so ging der Satz noch mit 11:13 verloren. Aus diesem Fehler hatte der TSV danach aber gelernt  und so holte sich der TSV die Sätze zwei bis vier jeweils mit 11:6, 11:7 und 11:6. Somit hatte der TSV nochmals alles getan um den Kopf doch noch aus der Abstiegsschlinge zu ziehen und das Warten begann. Am späten Abend hatte man dann Gewissheit, da der TV Waldrennach mit 3:1 Punkten gegen die beiden Erstplatzierten noch am TSV vorbeizog. Trainer Niemann: „Außer gegen den Meister Hohenklingen haben wir gegen alle Teams mithalten können, haben es aber nicht oft genug geschafft den Sack zuzumachen. Letztlich war vor allem die 0:6-Punkte in der letzten Woche für den Abstieg verantwortlich. Hätten wir immer so gut gespielt wie heute wäre der Abstieg kein Thema gewesen.“