Süddeutscher Meister zum fünften Mal in Folge

Zum fünften Mal in Folge holte sich die weibliche U14 des TSV Gärtringen den Titel bei der Süddeutschen Meisterschaft und hat damit sicherlich Geschichte geschrieben. Im Endspiel setzte sich das Team gegen den Ausrichter SV Energie Görlitz mit 2:0-Sätzen durch. Die weibliche U18 hingegen musste sich nach knappen Spielen mit dem vierten Vorrundenplatz begnügen und schied frühzeitig aus.

Siegreiche U14 weiblichBereits am Freitagvormittag begann für die weibliche U14 die Reise nach Görlitz an die polnische Grenze und bereits auf der Fahrt war die lockere aber konzentrierte Stimmung zum Greifen. In der vermeintlich leichteren Vorrundengruppe hatte es der Topfavorit zunächst mit dem bayerischen Vizemeister dem TSV Staffelstein zu tun und holte sich den ersten Satz nach einer schnellen 5:1-Führung mit 11:5. Und auch der zweite Satz war nach ausgeglichenem Beginn 5:4 reine Formsache beim 11:5. Und auch der Meister aus Thüringen der SV Gernrode konnte dem Angriffsdruck der Gärtringer nichts entgegensetzen beim 11:4 und 11:6. Durch die Überlegenheit des TSV konnte alle sieben Spielerinnen eingesetzt werden, da vor allem Neuzugang Jule Baumeister sich mit einer Erkältung plagte und sich diese auch noch im Laufe des Tages verschlechterte und so am Sonntag gar nicht mehr eingesetzt werden konnte.

Als Gruppenerster hatte sich das Team somit direkt fürs Halbfinale qualifiziert, in dem man dann am Sonntag um die Mittagszeit auf den altbekannten TV Hohenklingen traf, der im Viertelfinale den SV Gernrode sicher 2:0 besiegte. Durch den Ausfall von Baumeister rutschte die erst 11-jährige Sarah Burkhardt in die Anfangsformation und machte ihre Sache ausgezeichnet, auch wenn der Gegner versuchte sie direkt anzuspielen. Zu Beginn konnte sich keines der Teams bis zum 6:6 entscheiden absetzen, danach aber machte der TSV den entscheidenden Zwischenspurt zum 10:6 und holte sich den ersten Satz mit 11:7. Im zweiten Satz führte der Gegner zunächst mit 2:4, aber Gärtringen kämpfte sich zurück und ging durch eine Fünferserie mit 7:4 in Führung. Beim Stand von 10:7 hatte der TSV drei Matchbälle und wollte es aber dann mit der Brechstange erzwingen. Nach einer Auszeit durch das Trainergespann Uli und Olaf Niemann fand das Team aber wieder zu seiner Linie zurück und Ann-Kathrin Motteler legte für ihre Hauptangreiferin zwei Mal gekonnt auf und so zog der TSV mit einem 12:10 ins Finale ein. Damit war auch die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft am dritten März-Wochenende in Düdenbüttel unter Dach und Fach.
Im Endspiel traf das Gäu-Team dann auf den Ausrichter SV Energie Görlitz der von vielen Zuschauern frenetisch angefeuert wurde. Und in diesem Spiel kam die ebenfalls 11-jährige Marie Kleiter zu ihrem großen Einsatz und machte dabei alles richtig und so fand der Gegner keinen Schwachpunkt im Gärtringer Spiel. Die Abwehr mit Sara Grözinger und Julia Kindler holte auch die sehr platziert geschlagenen Bälle  noch raus und so gingen die Blau-Weißen auch unterstützt durch die vielen mitgereisten Eltern mit 7:3 in Führung. Der Gastgeber kam nach einer Auszeit besser ins Spiel und ging danach selbst mit 8:9 in Führung. Gärtringen kam aber nach seiner eigenen Auszeit aber wieder zurück ins Spiel und holte sich den ersten Satz knapp mit 11:9. Im zweiten Satz zeigte der TSV dann sein ganzes Können und Angreiferin Kim Niemann verwertete die tollen Zuspiele zu vielen direkten Punkten zur 7:1-Führung. Danach stellte der Gegner die Angaben um und kam besser ins Spiel, konnte den TSV aber nicht mehr gefährden beim 11:7. Somit hat das Team den fünften Titel in Folge in dieser Altersklasse geholt. Trainerin Uli Niemann war dann auch begeistert: „Auf unsere erfahrenen Spielerinnen war Verlass, sie haben mit ein ganz geringen Fehlerquote gespielt. Noch erstaunlicher war aber, wie sich Jule, Sarah und Marie bei ihrer ersten überregionalen Meisterschaft verkauft haben.“ Die einhellige Meinung der Zuschauer war, dass der Titel zu Recht an das beste und ausgeglichenste Team gegangen ist.

U18 weiblich knapp ausgeschieden

U18 weiblich mit TrainerteamAufgrund von Schulveranstaltungen und des Fehlens von zwei Spielerinnen die noch bei der U14 dabei waren, fehlten der U18 in Haibach gleich mehrere Stammkräfte. Dennoch hatte man sich auf Gärtringer Seite dazu entschieden als Dritter der Württembergischen Meisterschaft auf die Süddeutsche nach Haibach zu fahren um Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.  Im ersten Spiel hatte man es gleich mit dem späteren Sieger dem TSV Calw zu tun, der beim 11:3 und 11:6 seine Dominanz ausspielte. Im zweiten Satz bekam dabei auch Laura Pudschies eine Bewährungsprobe. Um das Ziel Viertelfinale am Sonntag zu erreichen, war man im zweiten Spiel gegen den FV Glauchau-Rothenbach dann schon unter Zugzwang. Nach einem 1:4-Rückstand machten Hannah Suhleder und Annika Kautter im Angriff mächtig Druck und drehten das Spiel so zu einer 8:6-Führung. Am Ende fehlte aber doch die nötige Reife und so ging der Satz mit 9:11 doch noch verloren. Im zweiten Satz ging das Team aus Sachsen schnell mit 0:3 in Führung. Die Gärtringer Abwehr mit Isabell Schuller, Franzi  Stahl und Julia Motteler wehrte danach sicher ab und Gärtringen kam besser ins Spiel, aber der Gegner hielt den Vorsprung konstant und holte sich so den zweiten Satz ebenso knapp mit 9:11.
Nach dieser knappen Niederlage war klar, dass nur noch ein Sieg gegen den TV Herrnwahlthann reichen würde um doch das Weiterkommen zu realisieren. Die Blau-Weißen konnten jedoch die Nervosität nicht ablegen und so ging der Satz nach 2:6-Rückstand mit 7:11 verloren. Im zweiten Satz kam dann Larissa Skodler zu ihrem Einsatz und machte ihre Sache gut. Nach 1:5 und 5:10-Rückstand kam der TSV zwar nochmals auf 9:10 heran, aber zum Satzgewinn reichte es dennoch nicht mehr beim 9:11.
Das Trainergespann Andreas Trinkaus und Nils Niemann ärgerte sich am Ende auch über die vergebenen Chancen: „Uns hat heute die Kaltschnäuzigkeit gefehlt um im entscheidenden Moment  die Punkte zu machen. Am Ende hätte uns sogar ein einziger Satzgewinn gegen Glauchau zum Weiterkommen gereicht, da wir punktgleich gewesen wären und das bessere Ballverhältnis gehabt hätten.“

Endstand Süddeutsche Meisterschaft U14 weiblich:

1. TSV Gärtringen
2. SV Energie Görlitz
3. TV Hohenklingen
4. TV Segnitz
5. SV Gernrode
5. TSV Staffelstein

Für den TSV spielten: Sarah Burkhardt, Marie Kleiter, Jule Baumeister, Sara Grözinger, Julia Kindler, Ann-Kathrin Motteler und Kim Niemann

Endstand Süddeutsche Meisterschaft U18 weiblich:

1. TSV Calw
2. TV Eibach 03
3. TV Unterhaugstett
4. TV Haibach
5. TV Herrnwahlthann
5. FV Glauchau-Rothenbach
7. TSV Gärtringen
7. SG Waldkirchen

Für den TSV spielten: Larissa Skodler, Laura Pudschies, Franziska Stahl, Annika Kautter, Julia Motteler, Hannah Suhleder und Isabell Schuller