Schwabenligaherren werden erstmals Württembergischer Meister

Den größten Erfolg im Herrenbereich erreichte das Schwabenligateam des TSV Gärtringen in heimischer Halle und sicherte sich mit 3:1 Punkten den württembergischen Meistertitel und hat sich somit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte für die Aufstiegsspiele in die zweite Bundesliga qualifiziert.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte: Württembergischer MeisterZum ersten Mal in der Vereinsgeschichte: Württembergischer MeisterNach dem verletzungsbedingten Ausfall von Abwehrroutine Thomas Voigt musste das TSV-Team kurzfristig auch noch den Ausfall von Zuspieler Nils Niemann verkraften, der Krankheitsbedingt ausfiel. Daher war Trainer Olaf Niemann zum Umstellen gezwungen und beorderte im zweiten Spiel des Tages Tim Genkinger ins Zuspiel und Matthias Peukert aus der zweiten Mannschaft in die Abwehrreihe neben Simon Wolff. Im ersten Spiel hatte der TV Trichtingen nach Satzführung zunächst gegen die TG Biberach mit 1:3 verloren. Gärtringen tat sich durch die Umstellungen zunächst schwer gegen den VFB Friedrichshafen, da dieser befreit aufspielen konnte, da der Abstieg ohnehin nicht mehr vermeidbar war.  Timo Scheib übernahm im Angriff sowohl die Angabe als auch den Rückschlag und machte am Satzende die entscheidenden Punkte zum 11:9-Satzgewinn. Ab dem zweiten Satz kam dann deutlich mehr Ruhe ins Spiel des Tabellenführers und so wurde die Meisterschaft mit 11:6 und 11:4 deutlich eingefahren und die knapp 100 Zuschauer für ihr Kommen mit einer guten Leistung belohnt. Mit diesem Sieg war die Meisterschaft endgültig in trockenen Tüchern und so war die Freude des Teams riesen groß, zumal dies der größte Erfolg bei den Herren seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 1997 ist. Und dies mit Ausnahme von Jan Kortzack, der vor der Saison aus Niedersachsen zum TSV gewechselt war, mit lauter Eigengewächsen des TSV. Trainer Olaf Niemann war daher auch begeistert: „Es macht derzeit einfach Spaß das Team zu betreuen und zu sehen, wie sie sich auch aus schwierigen Situationen selbst befreien und das obwohl sie noch sehr jung sind.“

Direkt im Anschluss ging es dann gegen die TG Biberach, die sich durch einen Sieg noch auf den zweiten Platz hätte schieben können, sofern der TV Heuchlingen noch Punkte hätte liegen lassen. Gärtringen wechselte im Angriff und der über weite Strecken der Saison verletzte Jan Löhnert ersetzte Jan Kortzack im Angriff und setzte mit guten Angaben den Gegner gleich wieder mächtig unter Druck und über 6:2 und 7:5 wurde der erste Satz auch unter Mithilfe des Gegners deutlich mit 11:6 gewonnen. Im zweiten Satz machte der Gegner über 4:4 und 5:9 die entscheidenden Punkte zum 8:11 satzausgleich. Im dritten Satz lag der Gast bereits mit 7:9 in Führung, Gärtringen aber kämpfte sich zurück und machte vier Punkte in Folge zum umjubelten 11:9 und 2:1-Satzführung. Damit musste der vierte Satz über Sieg oder Unentschieden entscheiden und Trainer Niemann brachte Jan Kortzack auf die Mittelposition für Matthias Peukert und Tim Genkiger wechselte auf die rechte Abwehrposition. In einem engen Satz konnte sich kein Team absetzen und so hatten die Gäste am Ende beim 9:11 das Glück auf ihrer Seite und holten das leistungsgerechte 2:2-Unentschieden.

Trainer Niemann: „Für Jan Löhnert freut es mich besonders, dass er nach seiner Verletzung einen solch starken Einstand gezeigt hat. Das gibt uns auch für die Aufstiegsspiele wieder mehr Möglichkeiten und bis dahin sind hoffentlich Thomas und Nils auch wieder mit von der Partie.“

Mit neun Siegen und fünf Unentschieden ist der TSV als einziges Team in der Liga ungeschlagen und hat mit 23:5 Punkten in einer sehr ausgeglichen Liga den Meistertitel errungen, vor dem TV Heuchlingen mit 20:8 Punkten. Mit viel Selbstbewusstsein und hoffentlich vielen Zuschauern geht der TSV die Aufstiegsspiele an, die am 23./24. Februar voraussichtlich in Gärtringen stattfinden werden. Neben den beiden schwäbischen Vertretern (Gärtringen und Heuchlingen) sind auch die Meister und Vizemeister aus Bayern, Sachsen und Thüringen meldeberechtigt, wobei man sicher mit den Teams aus Unterpfaffenhofen und Frammersbach rechnet.

Für den TSV spielten: Jan Löhnert, Jan Kortzack, Timo Scheib, Matthias Peukert, Tim Genkinger und Simon Wolff