Start in die Hallensaison 2018/19

Am kommenden Sonntag beginnt für die beiden Aushängeschilder des TSV Gärtringen die Hallensaison 2018/2019 und man darf gespannt sein, wie sich die neuaufgestellten Damen in der 2. Bundesliga verkaufen. Aber auch das Herrenteam will zumindest bei der Vergabe der vorderen Plätze in der Schwabenliga ein Wörtchen mitreden und startet gleich mit dem einzigen Heimspieltag ab 10 Uhr in die Saison.

Nach der sehr erfolgreichen letzten Hallensaison als der TSV mit seinen beiden Zweitligateams auf den Plätzen zwei und drei der 2. Bundesliga landeten, und das jüngere Team sich bei den Aufstiegsspielen zum Oberhaus nur knapp geschlagen geben musste. Danach setzten sich die Teams zusammen und einige Spielerinnen erklärten daraufhin nicht mehr den Aufwand aufbringen zu wollen und die ehrgeizigen Ziele gerade der ganz jungen Generation mitzugehen und nur noch in den unteren Ligen antreten zu wollen. Daraufhin wurde ein Team bereits im Frühjahr aus der Bundesliga zurückgezogen, das aus nun in der untersten Liga mehr zum Spaß spielen will. Abteilungsleiter Olaf Niemann war darüber nicht ganz glücklich: „Mit unserem erfolgsverwöhntem Jugendteam und der Mittelschicht hätten wir gerne eine schlagkräftige und erfolgsversprechende Mannschaft auch für die erste Liga aufgebaut, aber leider sind die Vorstellungen für den Leistungssport nicht bei allen gleich gewesen und so haben wir jetzt eine Mischung zwischen ganz jung und den erfahrenen und dennoch noch ehrgeizigen Damen gefunden, die in der 2. Bundesliga schnellstmöglich den Klassenerhalt schaffen wollen, damit nicht wie in der Feldrunde am Ende der Abstieg steht.“

Im Angriff werden dabei die beiden Youngsters Kim Niemann und Hannah Suhleder von Katharina Schippert unterstützt, die aber ihre Erfahrung nicht bei allen Spieltagen in die Waagschale werfen kann. Mit den drei sehr unterschiedlichen Angreiferinnen, wird es aber sicherlich schwierig sich auf den TSV einzustellen. Im Zuspiel hat der TSV die Qual der Wahl zwischen der Erfahrung von Spielertrainerin Nicky Heldmaier und der jugendlichen Frische von der 15-jährigen Ann-Kathrin Motteler, die gerade erst beim Nationallehrgang sich für höhere Aufgaben empfohlen hat und vermutlich erste Wahl sein wird. Aber auch ihre Schwester Julia ist auf dieser Position aufgrund ihrer Schnelligkeit steht’s eine gute Option, auch wenn sie ihren Stammplatz eher in der Abwehr sieht. In der Abwehrreihe stehen neben ihr mit Sara Grözinger, Yvonne Hornikel und Danijela Vasic, die nach ihrer Babypause wieder langsam einsteigen möchte, ausreichend Alternativen zur Verfügung. Verzichten muss das Team in diesem Jahr auf Sabrina Schmid und Sarah Hoffrichter, die sich auf ihren Nachwuchs freuen.
Allgemein wird mit einem sehr engen und ausgeglichenen Feld in der 2. Bundesliga gerechnet, da mit dem TSV Staffelstein ein spielstarker Aufsteiger dazu gekommen ist. Einen klaren Favoriten gibt es in dieser Runde nicht, aber stark eingeschätzt wird auf jeden Fall der TSV Ötisheim, der in der letzten Runde nur vom Rückzug des TV Vaihingen/Enz in der ersten Liga profitierte und somit die Liga halten konnte. Mit der früheren Nationalspielerin Marie-Therese Rothmaier und Stefanie Späth von jenem TVV hat sich das Team enorm verstärkt und wird - ebenso wie der Erstligaabsteiger TV Unterhaugstett - versuchen wieder ins Oberhaus zurückzukehren. Und eben diese beiden Teams hat der TSV Gärtringen am Sonntag ab 11 Uhr in Ötisheim vor der Brust. Also alles andere als ein leichtes Unterfangen gleich zum Saisonbeginn.

Das ambitionierte Herrenteam des TSV startet am Sonntag ab 10 Uhr mit dem einzigen Heimspieltag in die Schwabenligasaison und hofft dabei auf zahlreiche Zuschauer, um diesen das derzeitige Leistungsniveau präsentieren zu können. Der letztjährige Tabellenfünfte hat sein Gesicht leicht verändert. Nachdem Marcel Guadagnino nach der letzten Saison seinen Abgang zum TSV Grafenau angekündigt hat, hat sich Jan Kortzack vom MTV Wangersen aus Niedersachsen dem TSV angeschlossen. Der gerade erst 21 Jahre alt gewordene groß gewachsene Angreifer passt alterstechnisch perfekt in das junge hungrige Team des TSV und bringt dennoch schon viel Erfahrung aus der Niedersachsenliga und der zweiten Bundesliga Nord mit und hat somit auch den Ehrgeiz des übrigen Teams geweckt,  um in der Schwabenliga vorne ein Wörtchen mitreden zu wollen. In der Abwehrreihe hat Trainer Olaf Niemann mit den Youngsters Simon Wolff, Nils Niemann und Tim Genkinger, drei etwa gleich starke Spieler zur Verfügung neben dem Routinier Thomas Voigt, der mit seiner Erfahrung für die nötige Ruhe in der Abwehr sorgt. Die Angriffsreihe werden zu Saisonbeginn sicherlich Neuzugang Jan Kortzack und der ebenfalls groß gewachsene Timo Scheib bilden. Beide haben zumindest gegen die meisten Gegner klare Lufthoheit, was gerade in der Halle ein enormer Vorteil sein kann, sofern die Zuspiele sitzen. Mit Jan Löhnert steht ein ausgezeichneter Angabenschläger ebenfalls noch im Team, der aber zuerst noch eine Schulterverletzung vom Vorbereitungsturnier in Grafenau auskurieren muss und lediglich zu Beginn als defensive VR-Variante zum Einsatz kommen könnte.

Am Sonntag trifft der TSV im zweiten Durchgang gegen 11 Uhr in der heimischen Theodor-Heuss-Halle auf den Aufsteiger TSV Schwieberdingen, der in früheren Jahren auch schon in der ersten und zweiten Bundeliga gespielt hat und einige der erfahrenen Spieler immer noch dabei sind und gerade zu Spieltagsbeginn ihre Klasse immer wieder aufblitzen lassen.
Direkt im Anschluss geht es gegen die Zweitligareserve des TV Stammheim, die im letzten Jahr knapp vor dem TSV auf Platz vier landeten. Gerade zu Saisonbeginn hat der Gegner hier meist noch viele Alternativen und daher ist man auf Gärtringer Seit gespannt wer alles dabei sein wird.
Im fünften und letzten Durchgang trifft der TSV dann auf den TV Trichtingen, mit denen sich der TSV in den letzten Jahren schon viele Duelle auf Augenhöhe mit unterschiedlichem Ausgang geliefert hat. Am vergangenen Wochenende absolvierten beide Teams noch zusammen ein Trainingswochenende, was in anderen Sportarten sicherlich undenkbar wäre.
Somit alles andere als ein leichtes Auftaktprogramm für den TSV in einer ebenfalls sehr ausgeglichenen erwarteten Liga, bei dem nach dem Aufstieg des TV Vaihingen/Enz 2 in die 2. Bundesliga kein klarer Favorit erkennbar ist. Neben dem letztjährigen Zweiten TV Heuchlingen und dem Dritten TV Trichtingen werden Stammheim und Gärtringen eine gute Rolle in der Liga zugetraut. Nicht zu unterschätzen sind neben der Wundertüte VFB Friedrichshafen, die zwischen ganz starken und schwachen Tagen alles zeigen können, aber auch alle drei Aufsteiger TSV Dennach, TSV Schwieberdingen und TG Biberach, die davon profitierten, dass die beiden Zweitligaabsteiger nach Bayern und Sachsen die Liga verlassen mussten. Routinier Thomas Voigt ist daher auch von der neuen Klasse des TSV-Teams angetan: „ Wenn wir es schaffen unsere Eindrücke aus der Vorbereitung abzurufen, dann ist es sicherlich nicht leicht gegen uns zu gewinnen, aber wir müssen dieses eben auch zeigen. So optimistisch wie dieses Jahr bin ich aber schon lange nicht mehr in eine Saison gegangen.“

Am Nachmittag ab 14 Uhr starten dann die Teams der Bezirksliga in der THH in die Saison. Der TSV2 hat es dabei mit den Teams aus Dennach, Grafenau und aus Zainen-Maisenbach zu tun.

Spielpaarungen am Sonntag in der THH:
Beginn 10.00 Uhr
Herren-Schwabenliga
TV Stammheim 2- TV Trichtingen
TSV Schwieberdingen – TSV Gärtringen
TV Stammheim 2 – TSV Gärtringen
TSV Schwieberdingen – TV Trichtingen
TSV Gärtringen – TV Trichtingen

Ab 14 Uhr: Herren-Bezirksliga
TSV Gärtringen 2 – TSV Dennach 2
TV Zainen-Maisenbach – TSV Grafenau 3
TSV Gärtringen 2 – TSV Grafenau 3
TV Zainen-Maisenbach – TSV Dennach 2
TV Zainen-Maisenbach – TSV Gärtringen 2