Deutsche Meisterschaft U18 weiblich

Zum Abschluss der stark verkürzten Corona-Feldsaison steht für die U18-Faustballerinnen des TSV Gärtringen noch ein besonderes Highlight auf dem Programm mit der Teilnahme an der deutschen Meisterschaft in Schneverdingen.

Nach der Absage der Deutschen Hallenmeisterschaften im März aufgrund der Corona-Pandemie, hat sich die DFBL für die Jugendklassen etwas Besonderes einfallen lassen, da auch die komplette Feldsaison in fast allen Landesturnverbänden, so auch im STB, abgesagt wurde. Nachdem die ersten Lockerungen erlaubt wurden, wurde die Deutsche Meisterschaft mit den qualifizierten Teams der Hallenrunde für das Feld neu angesetzt. Da der TV Weisel als ursprünglicher Ausrichter zurückzog, hat der TV Jahn Schneverdingen in der Lüneburger Heide die Veranstaltung übernommen. Der TSV Gärtringen hingegen profitierte hingegen von dem Rückzug Weisels und sprang so noch auf den DM-Zug auf.

Am Samstagvormittag geht es zunächst in zwei Fünfergruppen um die Qualifikation für die Endrunde am Sonntag. Der TSV hat dabei die vermeintlich schwere Gruppe erwischt und trifft gleich zu Beginn auf den süddeutschen Meister den SV Energie Görlitz, der eine Art Sachsenauswahl darstellt und seit Jahren bei vielen deutschen Meisterschaften am Start ist. Danach geht es gegen den Gastgeber und klaren Goldfavoriten TV Jahn Schneverdingen, der vor allem mit Helle Großmann die beste Angreiferin in seinen Reihen hat.

Im siebten von zehn Durchgängen geht es dann gegen den Westmeister TSV Pfungstadt, der mit einer sehr jungen Mannschaft die DM-Reise antritt. Zum Abschluss geht es gegen den VFL Kellinghusen, gegen den man sich schon viele spannende Spiele in den letzten Jahren geliefert hat. Insgesamt scheint die Gruppe wesentlich ausgeglichener besetzt zu sein, als die Gruppe A in der die beiden Nordvertreter Ahlhorn und Düdenbüttel sowie der TV Vaihingen/Enz (Süd2) die Favoriten vor dem Güstrower SC (Ost 2) und dem TV Waibstadt (West 1).

Das Trainertrio mit Andreas Trinkaus, Timo Scheib und Thomas Voigt hat sich auf jeden Fall einiges vorgenommen: „Wir wollen nach der langen Pause vor allem über den Spaß ins Spiel finden und wenn möglich die Endrunde am Sonntag erreichen, auch wenn wir nur als Nachrücker dazu gekommen sind. An der Vorbereitung wird es auf jeden Fall nicht liegen, da wir in den letzten Wochen mit einigen Extraeinheiten gut trainiert haben. Die Mädels machen einen sehr motivierten Eindruck.“

Auch ein großer Fantrosse mit über zwanzig Fans wird mit in die Lüneburger Heide reisen, wenn es für das erfolgsverwöhnte Team zu ihrer nun sicherlich letzten Deutschen Jugendmeisterschaft geht.